die Winterreifen frühzeitig zu montieren lohnt sich...


Besonders in der Schweiz werden die Winterbedingungen immer weniger vorhersehbar und damit die Umrüstung auf Winterreifen immer wichtiger. Denn weniger Haftung bedeutet längere Bremswege, weniger Kontrolle, schwierigeres Handling und ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Aus diesem Grund empfiehlt es sich bereits bei niedrigen Temperaturen, spätestens ab Oktober Winterreifen zu montieren.


10 Gründe die Winterreifen frühzeitig zu montieren:

1. Winterreifen verfügen über einen kürzeren Bremsweg, bessere Traktion und besseres Lenkverhalten auf Schnee und Eis

2. Winterreifen bieten insgesamt eine höhere Verkehrssicherheit auf Schnee und Eis.

3. Zum Fahren auf Schnee und Eis sind Sommerreifen grundsätzlich nicht geeignet

4. Bei einem Unfall mit winterlichen Strassenbedingungen und Sommerreifen erlischt der Versicherungsschutz des Fahrzeuges

5. Winterreifen verfügen über eine kältetaugliche Gummimischung mit erhöhtem Naturkautschuk-und Silika-Anteil

6. Moderne Winterreifen sind nicht mehr unkomfortabel und laut, sondern bieten einen guten Abrollkomfort

7. Bereits bei den stark schwankenden Witterungsbedingungen im Herbst bieten Winterreifen entscheidende Sicherheits-Vorteile

9. Bei niedrigen Temperaturen im einstelligen Bereich ist man mit Sommerreifen auch ohne Schneefall nicht mehr sicher unterwegs

10. Selbst 4x4-Fahrzeuge benötigen auf Schnee und Eis Winterreifen

 * Statistisch gesehen ergeben alle Tage mit Nässe, Frost, Schnee und Reif zusammengezählt 185 Tage Winterreifenwetter im Jahr*

........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................


Bremsen


Was versteht man unter «Bremsen-Rubbeln» und welches sind mögliche Ursachen?

Mit „Rubbeln“ bezeichnen wir Schwingungen und Vibrationen im vorderen Fahrzeugbereich beim Bremsvorgang. Das Rubbeln tritt hauptsächlich bei schwacher Bremsung in mittleren bis höheren Geschwindigkeiten auf. Solche Schwingungen stehen mit zwei Bereichen im Zusammenhang:

– Fahrzeugempfindlichkeit

– Einheit Rad-Bremse


Fahrzeugempfindlichkeit

Jede Radaufhängung ist von der Konstruktion her ein Schwingungssystem mit einer bestimmten Eigenfrequenz (Resonanz). Diese Eigenfrequenz ist abhängig von der Konstruktion und Auslegung der verschiedenen Gelenke und Bauteile. Mit zunehmendem Alter und km-Leistung verändern sich deren Eigenschaften.

Bauteile Radbremse

In den meisten Fällen tritt das sogenannte «Kaltrubbeln» nach einer km-Leistung von 2000 bis 8000 km auf. Für das Kaltrubbeln kommen folgende Ursachen in Frage:

– Zu grosser Seitenschlag der Bremsscheibe


Seitenschlag

Der Seitenschlag der Bremsscheibe darf bezogen auf die Montagefläche 0.05 mm nicht überschreiten.

Der Seitenschlag der Nabe darf 0.02 mm nicht überschreiten (Seitenschlag der Nabe wirkt sich mit Faktor 2 auf die Reibfläche der Bremsscheibe aus).

Die Summe von Seitenschlag der Bremsscheibe und der Nabe ergibt die Taumelbewegung der Bremsscheibe im Betrieb.

Die Parallelität der Reibflächen resp. die Dickendifferenz der Bremsscheibe wird an 4 bis 8 Stellen am Umfang gemessen. Maximal zulässig ist eine Differenz von 0.01 mm.

Lüftspiel

Das Lüftspiel eines Bremszangenkolbens wird durch die Elastizität des Dichtringes und die Leichtgängigkeit des Kolbens im Zangengehäuse bestimmt. Dieses Lüftspiel beträgt 0.06 mm bis 0.09 mm.

Problematisch betreffend Lüftspiel sind Einkolbenschwimmsattelzangen. Hier steht für beide Bremsklötze nur einmal das genannte Lüftspiel zur Verfügung. Zusätzlich müssen noch die Verschiebekräfte der Bremszangenführung überwunden werden.

Dickendifferenz

Werden die beschriebenen, zulässigen Toleranzen überschritten, so berührt die Bremsscheibe bei gelöster Bremse bei jeder Drehung 1 oder 2 Mal die beiden Bremsklötze. Dies führt zu den sogenannten «Kaltauswaschungen» auf den Reibflächen und daraus zu Dickendifferenzen der Bremsscheibe. Ergebnis sind die beanstandeten Vibrationen beim Bremsen.